Lofoten 2024 – Die Reise
Dienstag, 5. März 2024
Endlich geht es los. Um 7 Uhr verlassen wir das Haus und fahren mit dem Auto nach Oranienburg. Es wird am Abend von Heiko abgeholt und nach Hause gebracht. Um 07:55 Uhr bringt uns der Intercity zum Flughafen, auf dem wir zunächst orientierungslos umherstreifen. Letztendlich finden wir aber das Terminal, an dem wir einchecken müssen.
Wir versuchen es mit dem Self-CheckIn, drucken unsere Bordkarten aus und die Gepäckanhänger, die wir an unseren Koffern anbringen. Um dann von einer asiatisch aussehenden Aufsichtsperson im gebrochen deutsch zu hören, dass „dies nicht so gut aussieht, warum wir das denn so gemacht haben“. Aus unserer Sicht war alles in Ordnung, dennoch müssen wir zum betreuten CheckIn, um dort neue Aufkleber an unseren Koffern anbringen zu lassen, die dem Grunde nach genau so angebracht werden, wie wir es getan haben. Was soll’s, Zeit haben wir genug.
Am Schalter angekommen wartet ein etwa 12-köpfige Jugendgruppe, deren Betreuer uns freundlicherweise vorlässt, bei ihnen würde es länger dauern. Später wird sich das noch als Fehler herausstellen. Aber der Reihe nach, vor uns ist eine arabische Familie mit Mann und Frau, sowie einem Baby, Vater, Mutter und Schwager. Einige deren Koffer überschreiten deutlich die 23-kg-Marke. Nach lautstarken Diskussionen untereinander werden die betroffenen Koffer geöffnet und man versucht, durch die Entnahme von Gegenständen und Umpacken in diverse Tüten, das Gewicht zu verringern. Der Schalter und seine Umgebung ist durch die Familie und den geöffneten Koffern blockiert, wobei einige Gepäckstücke schon gelabelt wurden und in den Tiefen des Flughafens verschwunden sind. Die Bordkarten der Familie sind wohl auch schon gedruckt, liegen aber bei der Schalterdame, die die Familie auffordert, ihr Werk doch etwas abseits fortzusetzen, damit es weitergehen kann.
Unser CheckIn geht recht zügig voran, unser Problem ist schnell geklärt, die Koffer werden gelabelt und wir bekommen neue Bordkarten. Im Preis für unsere Flüge ist die Nutzung der Fastlane zur Sicherheitskontrolle enthalten, zu der wir uns jetzt begeben. Michaela scannt ihre Bordkarte und wird eingelassen. Ich scanne meine auch … und werde abgewiesen. Auch beim zweiten und dritten Versuch. Eine Aufsichtskraft kommt herbei und meint, ich habe wohl ein anderes Ticket gebucht. Mit Sicherheit nicht ist meine Antwort und ich zeige ihm meine Bordkarte. Er schaut mich von oben bis unten an und fragt mich, ob ich Yussuf heiße. Erst jetzt schaue ich mir die Bordkarte genauer an und lese die aufgedruckten Daten. Ihr dürft Yussuf zu mir sagen.
Beim oben genannten Chaos müssen wohl die Bordkarten vertauscht worden sein. Also zurück zum CheckIn-Schalter. Dort wurde der Fehler bereits erkannt und ich bekomme meine Bordkarte und überlasse Yussuf die seine. So ausgestattet wird jetzt auch mir der Zugang zur Fastlane gewährt. Im Nachhinein bin ich froh, dass die Verwechslung schon hier aufgefallen ist. Über die Probleme, die aufgetreten wären, wenn Yussuf ein anderes Ziel als Narvik gehabt hätte, möchte ich lieber nicht nachdenken.
Natürlich klappt die Sicherheitskontrolle auch nicht ganz reibungslos. Ich habe alle Taschen geleert, werde gescannt und mein Gürtel sowie die Schuhe sind auffällig. Also Gürtel ab und mein Hosenbund wird genauestens abgetastet. Meine Beine werden durch den Schaft meiner Stiefel massiert und ich muss die Schuhsohlen zeigen wie ein Pferd, dessen Hufe neu beschlagen werden sollen. Das Handgepäck wird eingehend durchleuchtet, einige Teile aus dem Fotorucksack geholt, der mit einer Sonde auf irgendwelche Spuren untersucht wird, keine Ahnung auf welche, vermutlich Sprengstoff. Auch eine unserer Powerbanks wird eingehend untersucht bis Michaela meint, ja, die Kapazität sei hart an der Grenze. Aber schließlich ist alles in Ordnung und wir dürfen weiter. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, alles Personal war sehr freundlich aber eben auch sehr gründlich.
Um 11:45 Uhr startet dann pünktlich der Flieger nach Stockholm. Yussuf und Familie sind übrigens auch an Bord. In Stockholm landet die Maschine ebenfalls pünktlich um 13:25 Uhr. In unseren Tickets ist der Zutritt zur SAS-Lounge enthalten, in der wir die Wartezeit bis zum nächsten Flug überbrücken. Getränke und kleine Speisen und Snacks sind dort für uns kostenlos. Um 18:45 Uhr starten wir Richtung Oslo, wo wir pünktlich um 19:45 Uhr landen.
In Oslo haben wir im Radisson Hotel ein Zimmer gebucht. Am Ausgang des Flughafens müssen wir aber feststellen, dass es dort zwei Hotels mit dem Namen Radisson gibt ein Radisson blu und ein Radisson red. Aus der Buchungsbestätigung ist leider nicht ersichtlich, in welchem der beiden Hotels das Zimmer auf uns wartet. Wir entscheiden uns für das näher liegende, was natürlich falsch ist. Wir müssen nicht ins blu, sondern ins red. Also den ganz Weg wieder zurück und weiter ins andere Hotel, wo wir ohne weitere Probleme einchecken, das Zimmer beziehen und schnell ins Bett gehen.
Mittwoch, 6. März 2024
Die Nacht war kurz und weil mir das schon klar war, habe ich auch kein Frühstück dort gebucht. Gegen 6 Uhr machen wir uns wieder auf dem Weg zum Flughafen. Auch hier haben wir die gleichen Probleme wie am BER. Bei meinem ersten Durchschreiten der Sicherheitsschleuse piept es laut. Also zurück und Gürtel ablegen. Nutzt aber nichts, es piept immer noch. Schuhe aus und aufs Band zum Durchleuchten legen sorgt für Abhilfe. Sockfuß durch die Schleuse herrscht eine wundervolle Stille.
In der SAS-Lounge holen wir dann unser Frühstück nach, das ist im Flugpreis inbegriffen. Dort treffen wir die ersten Mitreisenden, mit denen wir die Zeit auf den Lofoten verbringen wollen. Um 08:35 Uhr startet der Flieger nach Narvik, wo wir um 10:15 Uhr ein paar Minuten früher als geplant landen. Direkt am Flughafen bekommen wir auch den Mietwagen, zwar nicht den geplanten Octavia sondern einen Ford Kuga, aber uns soll es recht sein.
Bevor wir losfahren versuche ich, meinen Sohn zu erreichen, bekomme aber keine Antwort. So fahren wir alleine Richtung Svolvaer. Dort angekommen stelle ich fest, dass sich mein Handy noch im Flugzeug-Modus befindet, mein Lockruf ist also gar nicht erst rausgegangen. Kaum schaltet man das Handy ein, klappt es auch mit der Verbindung. Mein Sohn ist auf die Idee gekommen, alleine nach Svolvaer zu fahren und so treffen wir uns bei den Lofoten Rorbuer, wo ich für uns eingecheckt habe. Später stößt noch Falko mit Begleitung zu uns. Der Rest der Lofoten-Truppe ist in einem Hotel untergebracht.
Viel spielt sich heute aber nicht mehr ab. Wir beziehen unsere Zimmer, die relativ klein sind, aber alles Notwendige ist vorhanden. Fast, nur ein Schrank fehlt, dafür ist einfach kein Platz mehr. Wir werden also die nächsten Tage aus dem Koffer leben müssen. Dafür gibt es eine schöne Gemeinschaftsküche, in der wir uns in den nächsten Tagen sehr gerne aufhalten werden.
Um 19:00 Uhr trifft sich die ganze Truppe im Magic Ice, um sich kennen zu lernen und den nächsten Tag zu besprechen.
Donnerstag, 7. März 2024
Die Nacht war ruhig und wir haben gut geschlafen. Nach dem Frühstück trifft sich die Truppe um 10:00 Uhr vor dem hiesigen Supermarkt, um das weitere Vorgehen zu besprechen. In drei Gruppen fahren wir in verschiedene Richtungen, um mögliche Fotospots für die Polarlicht-Fotografie zu erkunden. Mein Sohn und ich haben die Halbinsel Gimsoy zu erkunden, auf der wir auch drei mögliche Locations finden. Leider ist alles grau-in-grau, sodass die Fotos nicht so schön sind und eher einen dokumentarischen Wert haben.
Am Abend gehen wir noch einmal in den Ort, um Svolvaer bei Nacht zu fotografieren. Auf Jagd nach Polarlichtern brauchen wir nicht zu gehen, der Himmel ist vollständig bedeckt und ab und zu nieselt es.
Freitag, 8. März 2024
Wir sind zuversichtlich, dass heute unser Tag ist. Die Wolken sollen ab 15:00 Uhr aufreißen und die Prognose für das Erscheinen von Polarlichtern ist gut. Ab 17:00 bis 24:00 Uhr kann man mit Sichtungen rechnen. Beim Gruppentreff um 10:00 Uhr beschließen wir, uns um 17:00 Uhr auf einen Campingplatz zu treffen, der sich noch im Winterschlaf befindet, also geschlossen ist. Die Parkplätze kann man trotzdem befahren und die Sicht Richtung Norden ist gut. Falko hat gestern diesen Spot gefunden.
Wir sind schon am Nachmittag vor Ort, um einerseits den besten Standort für die Kamera zu finden und andererseits den Sonnenuntergang zu fotografieren. Letzteres scheitert daran, dass die Sonne hinter einem Berg untergeht. Und dann beginnt die lange Wartezeit. Noch ist es bewölkt, aber die Lücken in den Wolken werden immer größer. Nach drei Stunden warten ist es endlich dunkel und der Himmel fast wolkenfrei, die Sterne funkeln. Aber wo bleibt die Aurora?
Falko versucht es mit einer Langzeitbelichtung und tatsächlich, auf dem Bild ist ein grüner Strich zu sehen. Die Polarlichter sind heute zu schwach, um mit dem menschlichen Auge richtig wahrgenommen zu werden, wir sehen sie nur als grauen Schleier. Die Kamera ist deutlich empfindlicher und zeigt sie uns in den schönsten Farben. Später am Abend sehen auch wir einen leichten Grünton aber nie so deutlich, wie die Kamera. Die fotografische Ausbeute stellt mich jedenfalls zufrieden, deswegen sind wir schließlich hier.
Gegen 23:00 Uhr macht Aurora eine kleine Pause und wir packen unsere Ausrüstung wieder ein. Auf der Rückfahrt nach Svolvaer sehen wir noch reichlich Polarlichter, teilweise noch stärker als an unserem Fotospot. Wir sind aber müde und wollen nur noch ins Bett, allerdings nicht ohne vorher noch kurz die Aufnahmen zu sichten.
Samstag, 9. März 2024
Die Nacht war kurz, durch das Bullauge der Zimmertür weckt mich die Morgensonne, die auf mein Gesicht scheint, bereits um 07:30 Uhr. Heute soll es sonnig bleiben und die Aurora-Vorhersage verspricht eine deutlich stärkere Leuchterscheinung heute Abend. Also beschließen wir, erneut auf die Jagd zu gehen, sobald es dunkel ist.
Geplant war ein Shooting mit den anderen in der Nähe von Laukvika. Wir haben den Tag genutzt, um auch die Halbinsel abzufahren und berauschen uns an der wunderschönen Bergwelt. Wir kommen uns vor wie in den Alpen, nur mit Meerblick. Am vorgeschlagenen Standort kommen wir dabei auch vorbei, finden ihn jedoch nicht optimal. Zu groß ist die Sorge, störende Lichtquellen im Bild zu haben.
Bei unserer Fahrt haben wie einen Parkplatz am Storvatnet entdeckt, an dem wir unser Glück versuchen wollen. Und das Glück ist uns hold. Aus Mangel an Erfahrung weiß ich nicht, wie intensiv man Polarlichter mit dem bloßen Auge erleben kann. Diese Nacht ist jedenfalls ein Traum. Störend sind nur die vorbeifahrenden Autos, ein halbes Dutzend die Stunde. Ein Fahrer hat sogar mit aufgeblendeten Zusatz-Scheinwerfern angehalten und gefragt, ob wir Probleme mit dem Auto hätten. Auf der einen Seite finde ich diese Hilfsbereitschaft toll und bewundernswert, in Deutschland wäre uns so etwas wahrscheinlich nicht passiert, aber beim Fotografieren hat er einfach nur gestört. Wir lehnen sein Hilfsangebot dankend ab und er fährt dann auch schnell von dannen.
Mit dem Ergebnis der Fotoaufnahmen sind wir mehr als zufrieden und fahren gegen 22:00 Uhr wieder in die Unterkunft, da der Himmel nur noch grün leuchtet.
Sonntag, 10. März 2024
Treffpunkt mit den anderen ist heute Leknes. Von Svolvaer aus fahren wir nicht auf der E 10, sondern auf einer Nebenstraße am südlichen Ufer der Nachbarinsel entlang. Dabei entdecken wir viele schöne Motive. Leknes selbst ist da eher enttäuschend. Den Rückweg machen wir dann über die E 10.
Montag, 11. März 2024
Heute wollen wir mit dem Boot zum Trollfjord. Nachdem wir uns mit Lebensmitteln versorgt haben, begeben wir uns zum zentralen Platz am Hafen, wo ein Verkaufskiosk Tickets für Bootsfahrten anbietet. Dort werden aber nur Fahrten mit Speedbooten angeboten: schnell, unbequem und mit viel Spritzwasser. Dafür auch mit einem Überlebensanzug. Klingt alles nach einem kalten Abenteuer mit Schmerzen im Rücken für Altherren wie mich.
Dabei liegt ein so eleganter Katamaran mit gemütlich aussehenden Sitzgelegenheiten in beheizten Decks gleich nebenan. Der Betreiber hat aber wohl kein Büro vor Ort und die freundliche Dame am Kiosk kann uns nicht sagen, wo wir Tickets bekommen könnten, außer im Internet. Unsere Befürchtung ist nur, zu dieser Jahreszeit will keiner mit den Booten raus und die Fahrt fällt aus. Daher würden wir lieber mit jemanden sprechen und vor dem Kauf der Tickets abklären, ob das Boot heute überhaupt ausläuft.
Notgedrungen buchen und zahlen wir übers Internet und stellen um kurz nach 14:00 Uhr fest, dass unsere Sorgen vollkommen unbegründet sind. Am angegebenen Treffpunkt sammeln sich die Leute und das Schiff ist voll. Um 14:30 Uhr geht es los und um 18:00 Uhr sind wir wieder zurück. Dazwischen liegt eine angenehme Fahrt mit dem elektrisch betriebenen Katamaran und vielen tollen Eindrücken. Gleich nach dem Auslaufen sehe ich ein Schlauchboot vom Trollfjord zurückkehren und habe kein Mitleid mit den nassen, durchgefrorenen Touris.
Dienstag, 12 März 2024
Mit bedecktem Himmel habe ich nach dem Studium der Wetterberichte für heute gerechnet, meine Schwiegertochter sieht sogar drei Schneeflocken vom Himmel fallen, sozusagen ein Blizzard, wie man ihn aus Amerika kennt. Wir besuchen trotzdem das Wikingermuseum in Borg.
Zu sehen ist eine kleine Ausstellung im Empfangsgebäude und ein Langhaus, in dem man einen Eindruck über das Leben zu Zeiten der Wikinger gewinnen kann. Insgesamt zwar interessant, aber doch ein wenig dürftig. Im Sommer mag der Besuch mit den Aktivitäten draußen, insbesondere mit Kindern, sehr ansprechend sein, jetzt im Winter muss man aber schon ein hartgesottener Wikinger-Fan sein, um dem Besuch etwas abgewinnen zu können. Wir haben es immerhin drei Stunden ausgehalten, die Hälfte davon jedoch mit einem Spaziergang über teils vereiste Wege in der Natur.
Mittwoch, 13. März 2024
So langsam kommt Aufbruchstimmung auf. Unsere Sachen werden vor sortiert und verschwinden teilweise auch schon in den Koffern. Noch einmal geht es in den Ort, ein letzter Einkauf bei Rema. Ein letztes Mal den blauen Himmel und die gewaltige Bergwelt genießen. Und dann noch dieses Tagebuch vervollständigen. Unser Aufenthalt auf den Lofoten geht eindeutig zu Ende. Schön war’s!
Donnerstag, 14. März 2024
Um halb acht werden wir wach und stehen auf. Ein Tief zieht über uns hinweg und bei -3 bis -1 Grad heißt das: es schneit! Draußen ist alles weiß. Es stört uns nicht sonderlich, im Gegenteil, so fällt uns der Abschied von der grandiosen Landschaft nicht so schwer. Wir sehen sie ja nicht.
Nachdem wir in Ruhe gefrühstückt haben, sind die letzten Sachen schnell in den Koffern verschwunden und diese im Wagen verstaut. Die Fahrt zum Flughafen, wo wir gegen elf Uhr ankommen, verläuft problemlos. Es ist kaum Verkehr, offensichtlich bleiben die Insulaner bei dem Wetter lieber zuhause.
Die Rückgabe des Mietwagens verläuft auch problemlos. Also versuchen wir einzuchecken. Die Koffer möchte ich durchgängig bis Berlin aufgeben, daher gehe ich direkt an den Schalter. Die Dame dort verweist mich jedoch an die Self-Checkin-Säulen. Dort stelle ich – wie erwartet – fest, dass ich nur bis Oslo einchecken kann. Aus mir nicht bekannten Gründen wird mir nicht die gesamte Reise angeboten, vermutlich weil es über zwei Kalendertage geht. Da muss man wohl die Programmierer der Buchungssoftware fragen, was sie sich dabei gedacht haben.
Zurück an den Schalter, schildere ich einer anderen Dame mein Problem. Diese will mich wieder zum Self-Checkin schicken. Scheinbar haben die Damen wenig Lust auf Arbeit. Erst nachdem ich ihr nochmals geschildert habe, dass ich mit Hilfe ihrer hervorragenden Software nicht für die gesamte Reise einchecken kann, erbarmt sie sich meiner, checkt uns ein und nimmt die Koffer entgegen. Mit meiner Penetranz habe ich den beiden mehr Zeit geraubt, als die sofortige Annahme der Koffer gekostet hätte. Ist mir aber egal, ich möchte einfach nicht an jedem Flughafen die Koffer in Empfang nehmen und neu aufgeben. Ich habe nämlich Zeit.
Und das jede Menge. Unser Flieger geht erst um 18:15 Uhr, Bording ist eine halbe Stunde früher. Die sechs Stunden Wartezeit verbringen wir mit Lesen, Beobachtung von Kampfjets beim Starten und Landen und sonstigen Dingen, die man halt so in der Cafeteria eines Flughafens macht.
Nach der Enteisung des Fliegers starten wir einigermaßen pünktlich und landen in Oslo kurz vor 20:00 Uhr. In welches Hotel wir müssen, ist auch klar und schon bald liegen wir im Bett und schlafen.
Freitag, 15. März 2024
Die Nacht war kurz, um 04:30 Uhr klingelt der Wecker. Duschen, Toilettenartikel einpacken und wir sind unterwegs. Endlich klappt es auch mit der Sicherheitskontrolle, ist ja schließlich unser vierter Versuch und wir sind lernfähig. Kein Piepsen, kein Gewühle im Handgepäck. Brav wie wir sind, haben wir alle Teile freiwillig ausgepackt und in die Schalen für die Röntgenstrecke gelegt, die möglicherweise Probleme machen können. So schnell kann eine Sicherheitskontrolle gehen.
In unserem Flugticket ist der Aufenthalt in der SAS-Lounge enthalten, wo wir unser Frühstück nachholen. Boarding und Flug sind auch problemlos und wir landen nach etwa einer Flugstunde in Kopenhagen. Die sechs Stunden bis zum Weiterflug verbringen wir wieder in der SAS-Lounge.
Auch diese sechs Stunden sind einmal vorbei und wir sitzen im Flieger Richtung Berlin, der gegen 15:15 Uhr dort landet. Auf Rundfahrten mit sechs Gepäckstücken in den Öffis haben wir keine Lust. Wir nehmen uns ein Taxi, dass uns ohne die lästigen Umsteigeprozeduren für 135 € nach Hause bringt, wo wir gegen 16:30 Uhr eintreffen.