Irland 2022

15. Juni 2022

Heute geht es los. Nach dem Fotoausflug nach Leipzig haben wir noch einen Verwandtenbesuch gemacht und starten bei km-Stand 32.149. Die Sonne lacht vom Himmel und wir kommen gut voran. Sehr gut sogar, bis wir dann in Belgien in einen Stau geraten. Zweieinhalb Stunden im Schritttempo sorgen für die Entschleunigung zu Beginn des Urlaubs.

Aber jeder Stau geht einmal zu Ende und die Fahrt geht ansonsten ohne größere Probleme weiter. Drei Mautstationen in Frankreich später sind wir um 30,90 € ärmer. Etretat erreichen wir natürlich deutlich später als geplant. Der ausgesuchte Campingplatz ist voll belegt. Ob dies ohne Stau auch so gewesen wäre, bleibt wohl ein Geheimnis.

Uns bleibt jedenfalls nur noch die Suche nach einer Alternative. Wir finden sie in Form eines Stellplatzes, wo wir diese Nacht kostenlos stehen können. Der Tag hat geschlaucht und nach dem Essen spielt sich hier nichts mehr ab.

Km-Stand: 32.750

16. Juni 2022

Die letzte Nacht war entgegen meiner Befürchtung sehr ruhig, trotz der nahe gelegenen Straße. Sie war sogar so ruhig, dass wir bis 9 Uhr geschlafen haben. Dennoch haben wir Zeit für ein ausgiebiges Frühstück. Anschließend noch Grau- und Schwarzwasser entsorgen und wir machen uns auf den Weg.

Die Fahrt verläuft ohne Zwischenfälle. Lediglich drei Mautstellen bremsen uns aus und knöpfen uns 13,40 € ab. Um 14:45 Uhr erreichen wir den Fährhafen und checken ein. Wir gehören zu den Ersten, die auf die Fähre kommen. Daher können wir vom Panorama-Deck aus beobachten, wie Fahrzeuge in die Fähre dirigiert werden. Unglaublich, welche Menge hier hinein passt.

Erschrocken sind wir jedoch darüber, welche Preise für Essen und Trinken aufgerufen werden. Fish & Chips kosten 16,50 €, ein Guinness 5,50 €, ein halber Liter Mineralwasser 2,95 €. Klar, es ist eine Fähre und es gibt hier keine Konkurrenz, aber auf dem ersten Blick scheint es unverschämt.

Km-Stand: 32.991

17. Juni 2022

Die Nacht war ruhig, nach den drei Guinness haben wir gepennt wie die Murmeltiere. Wir freuen uns auf das Frühstück und zahlen für ein Full Irish Breakfast mit einem Kaffee 16,50 € bzw. für zwei Croissants und einem Kaffee 6,45 €. Jeder weitere Kaffee kostet 3,00 €. Es schmeckt alles.

Um 10:40 Uhr westeuropäischer Zeit legt die Fähre an und wir verlassen mit unter den Ersten das Schiff. Trotz der EU mit den offenen Grenzen müssen wir wie bereits gestern auch zweimal unsere Personalausweise vorzeigen und durch den Zoll. Danach geht es aber zügig weiter. An den Linksverkehr gewöhne ich mich schnell, zumal es zunächst auf der Autobahn lang geht. Direkt nach dem Fährhafen muss man sich entscheiden, ob man die kostenlose Strecke durch die Stadt oder für 3,00 € den 4,3 km langen Tunnel nimmt. Wir entscheiden uns für letzteres.

Nach einer guten Stunde kommen wir in unserer ersten Zielregion an und wollen uns mit Lebensmitteln für die nächsten drei Tage eindecken. Unser Navi kennt angeblich ein Einkaufszentrum und lotst uns über teils abenteuerlich anmutende Straßen. Besondere Obacht muss man an Schulen nehmen. Dort gibt es widerliche Bremsschwellen, die zwar wegen der Kinder sinnvoll, für die Stoßdämpfer jedoch äußerst unangenehm sind. Mit dem Wohnmobil wage ich mich nur im Schritttempo darüber.

An einer Wendeschleife mitten in einem Wohngebiet verkündet das Navi, dass wie unser Ziel erreicht haben. Von einem Einkaufszentrum ist jedoch weit und breit nichts zu sehen. Also wird das Notebook bemüht und Tante Google befragt. So zumindest der Plan, der jedoch von einer Microsoft-Update-Orgie verzögert wird. Wie immer, wenn man „mal schnell“ etwas recherchieren möchte, will sich das System updaten.

Aber jedes Update ist mal erledigt und Tante Google benennt ein Einkaufszentrum in der Nähe. Schnell die Adresse ins Navi eingegeben und es geht weiter … in ein Wohngebiet !!! Also Navi abschalten und der trägen Masse folgen. Und siehe da, ein Einkaufszentrum!

Nach dem Einkauf geht es zum Moat Farm Caravan & Camping Park. Hier werden wir von Nuala, der Platzbetreiberin empfangen. Nuala ist kommunikativ – sehr kommunikativ! Wortreich erklärt sie uns die Einrichtungen des Platzes und gibt Tipps für Ausflüge in die Umgebung. Die Platzgebühr beträgt all inclusive 27 € je Nacht und ein Lächeln geht über Nualas Gesicht als sie hört, dass wir drei Nächte bleiben möchten.

Der Platz ist einfach, aber sauber. Wir stehen auf einem geschotterten Streifen, Tisch und Stühle kann man auf dem Gras aufstellen. Einige Stellplätze sind mit Dauercampern belegt, für Durchgangstouristen ist aber noch jede Menge Platz vorhanden, jetzt im Juni ist hier noch nichts los.

Vom Campingplatz sind es zu Fuß nur wenige Minuten bis zu den beiden Pubs des Ortes. In einem davon sind wir heute zu Gast. Hier muss ich dann erfahren, dass meine Einschätzung hinsichtlich der überhöhten Preise auf der Fähre nicht korrekt ist. Hier im Pub kosten mein Fish & Chips 16,00 €, Michaela bekommt einen Chicken Burger mit Pommes für 14,00 €. Das Guinness kostet 5,00 € und ein Glas Cider 4,20 €. Auf der Fähre war es also nur unwesentlich teurer.

Km-Stand: 33.119

18. Juni 2022

Auf abenteuerlichen Wegen geht es heute nach Glendalough. Die Straße über die Wicklow Gap ist manchmal so schmal, dass man entgegen kommenden Fahrzeugen im Schritttempo ausweichen muss. Mühsam quält sich das Wohnmobil die teils steile Straße zum Pass hinauf, um dann ins Tal hinab ständig gebremst zu werden.

Glendalough ([ˌɡlɛndəˈlɒx], irisch Gleann Dá Loch [ˈgl´ɑːN dɑː ˈlox], dt. „Tal der zwei Seen“) ist ein Tal in den irischen Wicklow Mountains, etwa 40 km südlich von Dublin gelegen. Es ist bekannt für seine Klostersiedlung – eine der berühmtesten der Insel Irland – am unteren der beiden Seen (Quelle: WikiPedia). Der Besuch der Klosteranlage ist kostenlos, jedoch zahlen wir für den Glendalough Car Park 15,00 €. Sparfüchse könnten sicherlich einen Parkplatz im öffentlichen Raum suchen und dann mehr oder minder weit zur Klosteranlage laufen. Wir wollen aber nicht suchen und fühlen uns auf dem bewachten Parkplatz sicher.

Wir besichtigen die Klosteranlage und wandern zum oberen der beiden Seen und dem Poulanass Wasserfall. Anschließend fahren wir nach Duckett’s Grove, den Ruinen eines alten Herrenhauses mit ummauertem Garten.

Km-Stand: 33.246

19. Juni 2022

Wir sind auf dem Weg nach Powerscourt. Die Straße über die Wicklow Gap gestern war schon eng, die heute über Sally Gap ist teilweise noch enger. In Schottland würde man Single Track dazu sagen, hier in Irland fehlen jedoch die Ausweichbuchten. Kommt ein Fahrzeug entgegen, muss man sehen, wie man aneinander vorbei kommt. Und die Iren sind bei der Wahl der Ausweichmöglichkeiten ziemlich schmerzfrei.

Aber auch diese Straße hat ein Ende und schließlich erreichen wir Powerscourt Gardens. Die Powerscourt Gardens (irisch Eastát Chúirt an Phaoraigh) liegen im südost-irischen County Wicklow am Fuße des 501 m hohen Sugar Loaf Mountain nahe der Ortschaft Enniskerry knapp 20 km südlich von Dublin; sie gelten als eine der schönsten Anlagen ihrer Art in Irland und bedecken rund 190.000 m² (Quelle: WikiPedia).

Das Parken auf dem großzügigen Parkplatz ist kostenlos, dafür kostet uns der Eintritt in die Gärten 20,50 €, eine Ausgabe die sich lohnt. Die Parklandschaft ist atemberaubend: mächtige, uralte Bäume, ein japanischer Garten, ein verwunschener Turm sogar ein Tierfriedhof ist zu sehen. Ganz zu schweigen vom prächtigen Herrenhaus und Teichen mit Wasserspielen.

Weiter geht es mit dem Wohnmobil zum Powerscourt Wasserfall, dem Auslöser dieser Reiseidee. Für12,00 € dürfen wir auf das Gelände. Unsere Begeisterung hält sich jedoch in Grenzen. Der Wasserfall ist eher schmückendes Beiwerk für ein großes Barbecue- und Freizeitgelände. An einem Sonntag bei so schönem Wetter zieht es vermutlich viele Einwohner des nahen Dublin hierher, zumal in Irland heute Vatertag ist, wie wir später noch erfahren. Überall qualmen Holzkohlegrills, ertönt laute Musik und es wird Ball gespielt. Schnell den Wasserfall fotografiert und wir sind wieder weg. Wer Ruhe und Natur genießen möchte, was grundsätzlich hier möglich wäre, sollte von einem Besuch am Wochenende hier absehen.

Wegen des nervenaufreibenden Wegs über die Sally Gap nehmen wir einen Umweg in Kauf und fahren lieber über die Wicklow Gap zurück zum Campingplatz.

Km-Stand: 33.382

20. Juni 2022

Wir verlassen den Moat Farm Caravan & Camping Park und fahren zum Blarney Caravan & Camping Park, den wir bereits gestern über das Internet gebucht haben. Die Nacht kostet hier 28,00 € all inclusive. Der Platz ist ruhig gelegen, sauber und etwas moderner als die Moat Farm. Wieder steht das Wohnmobil auf einem geschottertem Streifen während wir unter der Markise auf Grasboden sitzen.

Die Stadt Cork, unser eigentliches Ziel, (irisch Corcaigh, regionale Aussprache [ˈkɔɾkɪɟ]) ist der Verwaltungssitz der gleichnamigen Grafschaft Cork in der Provinz Munster im Süden Irlands.
Der Name Corcaigh bedeutet so viel wie Marschland. Die Stadt ist mit ca. 210.000 Einwohnern (Schätzung aus dem Jahre 2019) nach Dublin die zweitgrößte Stadt der Republik Irland. Die Metropolregion zählt etwa 350.000 Einwohner (Quelle: WikiPedia).

Vom Campingplatz bis in die Stadtmitte von Cork sind es nur etwas über 9 km, eine Entfernung, die gut mit dem Fahrrad zu bewältigen ist, meint Michaela. Doch sie hat die Rechnung ohne die hügelige Landschaft gemacht, die uns vor allem auf dem Rückweg trotz der elektrischen Motor-Unterstützung öfter absteigen und die Räder schieben lässt. Für geübte Radfahrer ist die Strecke vermutlich kein Problem, wir gehören aber eher der Sofa-Fraktion an und würden diese Fahrt mit dem Rad nicht wiederholen.

Cork selbst ist eine geschäftige Stadt. Es gibt einige nette Dinge zu sehen, jedoch stellt sich erneut heraus, dass wir nicht die Städte-Touristen sind. Hektik und Lärm treiben uns schnell wieder aus der Stadt hinaus zurück zum Zeltplatz, wo wir einen ruhigen Abend genießen.

Km-Stand: 33.622

21. Juni 2022

Wir verlassen Blarney und machen uns auf den Weg zum nächsten Platz Eagle Point Camping in Ballylickey, den wir für zwei Tage à 35,00 € all inclusive über das Internet gebucht haben. Wir haben Zeit und folgen teilweise dem Wild Atlantic Way, der uns an malerischen Orten direkt an der Küste entlang führt. Die Straßen, insbesondere in den Dörfern, sind dabei so eng, dass uns die Passage über die Sally Gap wie eine Autobahn vorkommt. Mehr als einmal schieben wir uns zentimeterweise an entgegen kommenden Autos vorbei. Das kostet aber so viel Zeit, dass wir die letzten 20 Kilometer doch wieder über die „normale“ Straße zurück legen. Über „normale Straße“ heißt, wir fahren hinter einem Reisebus, der öfter mal bei Gegenverkehr stehen bleiben oder ausweichen muss.

Der Campingplatz ist in einem guten Zustand. Wie bei den vorigen Plätzen steht das Fahrzeug auf Schotter und daneben ist Gras. Wir bekommen einen Platz direkt am Wasser zugewiesen mit unverstellbarem Blick auf die Bantry Bay. Die sanitären Anlagen sind sauber, könnten jedoch etwas wenig sein, falls der riesige Platz voll belegt sein sollte. Im Moment gibt es da aber keine Probleme.

Km-Stand: 33.785

22. Juni 2022

Mit dem Wohnmobil geht es in das benachbarte Glengarriff. Glengarriff (irisch An Gleann Garbh, „das raue Tal“) ist ein Ort mit ungefähr 130 Einwohnern (2016) im südwestlichen Gebiet der Grafschaft County Cork in Irland, der als Tourismusort bekannt ist (Quelle: WikiPedia). Der hübsche Ort ist schnell besichtigt, das eigentliche Ziel ist jedoch Garinish Island.

Die Insel Garinish (irisch: Garinis, dt. „nahe Insel“) – auch als Ilnacullin (ir.: Oileán an Chulinn, dt. „Insel der Stechpalme“) bekannt – liegt in der Bucht von Bantry vor der Stadt Glengarriff, County Cork im Südwesten der Republik Irland (Quelle: WikiPedia). Eine Fähre bringt uns für 25,00 € (nur cash, keine Kartenzahlung möglich) auf die Insel und zurück. Auf der Insel ist dann noch der Eintritt in Höhe von 9,00 € für uns beide zu entrichten.

Während der Überfahrt kommen wir an einigen Seehunden vorbei, der Skipper verlangsamt die Fahrt und lässt genügend Zeit zum Fotografieren. Die Parkanlage und die Gärten auf der Insel sind ordentlich. Für den Rundweg benötigt man etwa anderthalb Stunden, gerne natürlich auch länger. Aber wir wollen heute noch den Ort Bantry und das Bantry House sehen.

Die Landstadt Bantry (irisch: Beanntraí) liegt im Südwesten Irlands im County Cork an der Bantry Bay. Sie hat 2722 Einwohner (Stand 2016) (Quelle: WikiPedia). Im Ort herrscht großes Chaos weil umfangreiche Straßenarbeiten mit zum Teil einspurigen Strecken durchgeführt werden. Entsprechend bilden sich Staus durch den Ort. Von zwei Bausünden (Hotel und Einkaufszentrum) abgesehen ist der Ort aber sehenswert mit vielen kleinen Läden, Restaurants und Pubs.

Bantry House (irisch Teach Bheanntraí) ist ein prunkvolles Landhaus nahe Bantry oberhalb der Bantry Bay im County Cork in Irland (Quelle: WikiPedia). Wir laufen vom Ort aus hier hin, es sind jedoch auch ausreichend Parkplätze vorhanden. Ein Schild verweist auf eine Eintrittsgebühr in Höhe von 14,00 € pro Person hin. Ins Gebäude wollen wir nicht und nur die Besichtigung des Parks wäre uns den Preis nicht wert. Zum Glück ist aber die Kasse nicht besetzt, vielleicht weil der letzte Einlass um 16:30 Uhr und es bereits nach vier ist. Also gehen wir ums Haus und genießen die Aussicht.

Km-Stand: 33.822

23. Juni 2022

Ursprünglich wollten wir heute weiter fahren, aber wir haben den Aufenthalt auf Campingplatz um einen Tag verlängert. Ein Ruhetag tut uns und auch dem Reiseblog gut. Nur der Geldbeutel wird um 35,00 € leichter.

24. Juni 2022

In der Nacht hat es angefangen zu regnen. Da wir damit gerechnet haben, ist das Wohnmobil bereits gepackt, nur die Räder fehlen noch. Trotz der Regenbekleidung sind wir völlig durchnässt, als die Räder auf ihrem Träger, Toilette entleert, Grauwasser abgelassen und Frischwasser gebunkert sind. Aber heute Mittag soll es besser werden …

Die Fahrt geht über die Berge nach Kenmare, wo wir auf den Ring of Kerry stoßen. Der Ort ist eine Besichtigung wert, die wir aber aufgrund des Regens ausfallen lassen müssen. Wir hoffen auf morgen, denn wir wollen dem Ring of Kerry folgen und kommen somit morgen hier wieder vorbei.

Es geht weiter auf dem Ring nach Killarney (es regnet immer noch) und Killorglin (Regen!). Vom Wasser und den Bergen sehen wir nicht viel, das Wetter wird auch nicht wie angekündigt besser. Daher beschließen wir, kurz vor Glenbeigh auf dem Glenross Caravan & Camping Park einzuchecken. Mit 38,00 € (nur cash, keine Kartenzahlung möglich) zuzüglich 1,00 € für acht Minuten duschen ist er bislang der teuerste Platz, allerdings auch der ordentlichste. Vermutlich sind auch durch die Lage am Ring of Kerry die Preise höher.

Km-Stand: 33.940

25. Juni 2022

Regenpausen gibt es leider nur selten, dennoch fahren wir den Ring of Kerry. Die Berge sind oft nur zu erahnen und von den Skelligs sieht man gar nichts. Alle Highlights sind im Nebel, schade!

Am Ende fahren wir dann auf die Dingle Halbinsel. Auch hier verschwindet die Landschaft im Grau. Am späten Nachmittag erreichen wir den einzigen Campingplatz auf der Halbinsel, Campáil Teach an Aragail, laut eigener Aussage der westlichste Campingplatz Europas. Die Nacht kostet hier 30,00 € und wir zahlen für zwei Nächte.

Km-Stand: 34.178

26. Juni 2022

Heute bleibt das Wohnmobil stehen, wir sind nur zu Fuß unterwegs. Die Regenpausen werden länger und wir gehen zunächst an den nahe gelegenen Strand. Anschließend besichtigen wir direkt neben dem Campingplatz das Gallarus Oratory.

27. Juni 2022

Es regnet immer noch und wir sind auf dem Weg zum nächsten Campingplatz in Doolin. Dabei entscheiden wir uns für den kürzeren Weg mit der Fähre über den Shannon. Die Überfahrt kostet uns 30,00 € für unser Wohnmobil. Am späten Nachmittag kommen wir am Riverside Camping Doolin an, wo wir für vier Nächte à 30,00 € einchecken.

Km-Stand: 34.355

28. Juni 2022

Bei schönem Wetter machen wir eine Rundfahrt durch den Burren. Der (seltener: das) Burren [ˈbʌɹən] (irisch An Bhoireann [ən̪ˠ ˈwɛɾʲən̪ˠ], deutsch „der steinige Ort“) ist eine Karstlandschaft im Nordwesten des County Clare in Irland. Der Burren und das Gebiet um die Corcomroe Abbey waren geschichtlich ursprünglich eigene Baronien, die den Clans der O’Conners und O’Loughlins unterstanden. 1991 wurde auf 1150 ha der Burren-Nationalpark eingerichtet. (Quelle: WikiPedia). Von Doolin aus geht es immer an der Küste entlang bis in die Nähe von New Quay, dann zurück über Ballyvaughan, vorbei am Poulnabrone Dolmen nach Carrowkeel, Callura und zurück nach Doolin. Vom Campingplatz aus geht es dann zu Fuß zum Doolin Peer. Hier die Karte unserer Rundfahrt.

Km-Stand: 34.456

29. Juni 2022

Unser heutiges Ziel ist das gut 60 km entfernte Bunratty. Dort gibt es das gleichnamige Castle und ein Freilichtmuseum. Für 15,25 € pro Erwachsenen darf man beides besichtigen, der großzügige Parkplatz davor ist kostenlos.

Bunratty Castle & Folk Park

Km-Stand: 34.610

30. Juni 2022

Ein Muss an der Westküste Irlands sind die Cliffs of Moher, denen wir heute einen Besuch abstatten.

Km-Stand: 34.638

1. Juli 2022

Heute gibt es abwechslungsreiches Wetter. Niesel- wechselt sich mit Starkregen ab. Wir fahren weiter in Richtung Connemara, genauer gesagt nach Rinvyle, wo wir auf dem Renvyle Beach Caravan & Camping Park für zwei Nächte einchecken. Die Nacht kostet hier 29,00 € zzgl. Duschen. Der Campingplatz ist ordentlich und bei unserer Ankunft lässt sich auch die Sonne blicken.

Km-Stand: 34.803

2. Juli 2022

Heute ist nur Entspannung am Campingplatz bzw. am Strand angesagt. Die Sonne scheint überwiegend und wir verbrennen uns leicht den Pelz.

3. Juli 2022

Wir queren Irland, von der West- zur Ostküste. Vorbei an Kylemore Abbey mit einem kurzen Fotostopp, später dann auf der Autobahn in Richtung Dublin. Manche Abschnitte der Autobahn sind auch in Irland mautpflichtig. Bei der Fahrt quer durch Irland sind das 6,50 €. Über das Internet haben wir zwei Nächte beim Camac Valley Caravan & Camping Park gebucht. Laut Preisliste kostet der Platz 36,00 € pro Nacht, aber mit Buchungsgebühren u.ä. landen wir bei 79,50 € für die beiden Nächte, Duschen kostet noch 1,50 € für fünf Minuten zusätzlich. Insgesamt recht teuer, aber das Zentrum Dublins ist mit dem Bus in 45 Minuten erreichbar. Und die Stellplätze sind riesig, jeder mit eigenem Trinkwasseranschluss und Grauwasserentsorgung.

Km-Stand: 35.091

4. Juli 2022

Das Wohnmobil bleibt heute stehen, wir fahren mit dem Bus nach Dublin. Die Einzelfahrt kostet 2,60 €, die nur passend an einem Automaten eingeworfen werden können. Der Bus quält sich über Bremsschwellen durch enge Straßen, was der Fahrer aber gelassen hinnimmt. Nach einer dreiviertel Stunde erreichen wir das Zentrum und laufen den ganzen Tag durch Dublin.

5. Juli 2022

Bis zum Fährhafen ist es ja nicht weit und Stunden vor dem letzten CheckIn sind wir da. Für die Nutzung des Hafentunnels dürfen wir 3,00 € zahlen.

6. Juli 2022

Die Nacht auf der Fähre war ruhig und wie geplant sind wir gegen 12:00 Uhr auf der Autobahn in Richtung Bonn. Für die Autobahnen in Frankreich haben wir Maut in Höhe von 47,70 € gezahlt. In Belgien, in der Nähe von Mons, finden wir einen ruhigen, angeblichen Stellplatz, wo wir die Nacht verbringen wollen. Nach dem Essen schaue ich mich etwas genauer um und sehe Schilder, die für den gesamten Platz ein Parkverbot ausweisen. Stellplatz und Parkverbot passt irgendwie nicht zusammen.

Laut App gibt es in der Nähe einen weiteren Stellplatz, der zudem auch über eine Entsorgungsstation verfügen soll. Dies käme uns sehr gelegen, da unser Toilettentank bereits recht voll ist. Wir fahren also zum nächsten Punkt und müssen feststellen, dass der Platz vorübergehend gesperrt ist. Außerdem ist von der Entsorgungsstation nichts zu sehen. Mir kommen erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit der Informationen in der App.

Es ist mittlerweile nach 21 Uhr und statt weitere Zeit mit der Suche nach einem Stellplatz zu vergeuden beschließen wir, das letzte Stück nach Bonn zu fahren, wo wir kurz vor Mitternacht ankommen.

Km-Stand: 35.942

Kosten

Neben den 1.868 € für die Fähre haben wir 770 € für Treibstoff ausgegeben und 104,50 € Mautgebühren bezahlt. Die Campingplätze sind teuer, 18 Nächte haben 568,50 € gekostet. Außerdem haben wir 134 € an Eintrittsgeldern gezahlt. Die Kosten fürs Essen zähle ich nicht auf, denn essen muss ich auch zuhause und die Kosten hängen stark davon ab, ob man sich selbst versorgt oder in Restaurants geht.

Im Supermarkt sind die Kosten für Lebensmittel gefühlt nur geringfügig höher als bei uns. Das Angebot ist ähnlich zu den Geschäften in Deutschland, lediglich bei Wurst und Brot ist die Vielfalt nicht so hoch. Alkoholische Getränke kosten astronomische Summen und sind auch nur in bestimmten Geschäften zu eingeschränkten Zeiten zu bekommen.